Seit 1972 engagieren wir uns für den Einzelhandelsstandort Offenburg

Interview mit unserem Geschäftsführer

Achim Kirsche ist Geschäftsführer der City Partner Offenburg. Mit dem OFFENBLATT sprach er über den ersten verkaufsoffenen Sonntag seit langer Zeit und über die Lage des Einzelhandels.

Herr Kirsche, bevor wir in die Thematik einsteigen: Wer oder was sind sie City Partner?

Wir sind die Werbegemeinschaft für Offenburg und engagieren uns seit 1972, also seit fast 50 Jahren, für eine positive Weiterentwicklung unserer Innenstadt. Unser Bestreben ist es, branchenübergreifend die Attraktivität und Vielfalt unserer Stadt zu erhalten und zukunftsfähig zu machen.

Seit langer Zeit gibt es am 18. Juli wieder einen verkaufsoffenen Sonntag. Was erhofft sich der Einzelhandel davon?

Ein verkaufsoffener Sonntag ist der perfekte Tag für alle, gemeinsam und entspannt in der Offenburger Innenstadt zu Bummeln, zu Shoppen und in der Gastronomie genussvoll zu verweilen.
Wir freuen uns, dass das nach so langer Zeit endlich wieder möglich ist.
Selbstverständlich trägt dieser Sonntag auch zur wirtschaftlichen Stärkung unserer Offenburger Unternehmen bei. Und das ist ausgesprochen wichtig. Für Unternehmer und Mitarbeiter.

Es gibt auch ein Rahmenprogramm. Worauf dürfen sich wir uns freuen?

Das Rahmenprogramm wird das Offenburger StadtLesen sein, das vom 16.07. – 18.07.2021 stattfindet.
Am Sonntag ist Familienlesetagtag. Der Marktplatz wird zum LeseWohnzimmer in dem aus einer großen Auswahl von Büchern vorgelesen, geschmökert und phantasiert werden kann.
Das Programm wird vom Offenburger Stadtmarketing organisiert. Wir bedanken uns für diese großartige Unterstützung!

Die Pandemie hat sich sehr unterschiedlich auf einzelne Bereiche des Einzelhandels ausgewirkt. Wer waren die Gewinner? Und wer die Verlierer?

Gewinner waren außer dem Onlinehandel alle Händler mit Sortimenten des täglichen Bedarfs, also unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien, Optiker, teilweise auch Baumärkte. Geschäfte, die aufgrund Ihrer Sortimente im Lockdown öffnen durften.
Verlierer waren alle, die lange Schließungszeiten zu ertragen hatten, wie z.B. Textilgeschäfte, der Sporthandel, Schuhgeschäfte, Parfümerien, usw. also der Großteil der Innenstadtgeschäfte.
Besonders große Verlierer waren die Gastronomie und die Kinos.

Das vor gut einem viertel Jahr eröffnete Rée Carré wurde gerade auch von den City Partnern kritisch betrachtet. Wie hat es sich in den innerstädtischen Einzelhandel eingefügt?

Das kann ich aus heutiger Sicht noch nicht einschätzen.

Das Rée Carré wurde vor Jahren mit dem Ziel konzipiert, auf ca. 12.000 QM Einzelhandelsfläche die Innenstadt durch hochwertige Textilgeschäfte und u.a. einen Elektronikfachmarkt zu ergänzen.

Heute hat das Rée Carré weniger als 10.000 QM Einzelhandelsfläche und mit Decathlon und TK MAXX eher einen Schwerpunkt im Discountbereich.

Wir als City Partner sind ernsthaft daran interessiert, dass sich das Rée Carré gut in unsere schöne Innenstadt integriert, auch wenn es kein Mitglied in unserem Verein ist.

Wir planen aktuell den Offenburger Autosalon am 07.08.2021 und sind in intensiven Gesprächen, das Rée Carré in dieses Event mit einzubeziehen.

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