Seit 1972 engagieren wir uns für den Einzelhandelsstandort Offenburg

Die Offenburger Innenstadt schlägt Alarm

Der seitens der Bund-Länderkonferenz am Mittwoch verlängerte Lockdown, dessen Ende aktuell nicht absehbar ist, bringt die Handelsunternehmen und Gastronomiebetriebe in den deutschen Innenstädten an den Rand ihrer Existenz. Wir fordern schnelle und unbürokratische Hilfen für unseren Einzelhandel. Denn eine nicht absehbare Anzahl wird diese Phase ohne kurzfristige un merkbare finanzielle Unterstützung nicht überleben. Dies betrifft auch die Offenburger Innenstadt. Wir fordern deshalb eine schnelle, unkomplizierte Unterstützung für den Einzelhandel.

Was passiert, wenn Teile unserer Innenstadt diese Krise nicht überleben? Zum Beispiel Folgendes:

– Eine durch Konkurse unattraktiv gewordene Innenstadt zieht kaum noch Besucher an und hätte direkte negative Auswirkungen auch auf den Tourismus und Kulturveranstaltungen.
– Die Besucherfrequenzen des Wochenmarktes würden darunter leiden, der Wochenmarkt könnte schrumpfen.
– Die noch verbleibende Gastronomie und Handel würden durch Frequenzverluste weiter Umsätze verlieren und auch in existenzielle Nöte geraten.
– Die lokale Medienlandschaft käme durch ausbleibende Werbeaufträge weiter in finanzielle Schieflage.
– Die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt würden dauerhaft sinken, kommunale Investitionen müssten zurückgefahren werden.
– Die attraktive Anziehungskraft unserer Stadt Offenburg auch in Richtung Frankreich würde dauerhaft intensiven Schaden erleiden.
– Mit zeitlicher Verschiebung würde sich diese Entwicklung gleichermaßen negativ auf die vorgelagerte grüne Wiese auswirken.

Eine Negativspirale käme in Gang, die – so zeigen Erfahrungswerte anderer Städte – kaum aufzuhalten wäre. Der einzige mögliche Weg heraus wären hohe kommunale Investitionen.

Mit unserer heutigen Aktion möchten wir Ihnen allen einen optischen Eindruck davon vermitteln, wie unsere Innenstadt nach zahlreichen Geschäftsaufgaben aussähe – leer, trostlos, unattraktiv. Wir fordern alle Unternehmen auf, sich der Aktion anzuschließen. Lasst eure Schaufenster zugeklebt, bis der Lockdown ein Ende findet. Der Einzelhandel benötigt Hilfe.

Unsere Forderungen richten sich in erster Linie an die Landes- und Bundespolitik: Die aktuellen Überbrückungshilfen insbesondere für den Handel gehen größtenteils am effektiven Bedarf vorbei und leisten keinerlei Unterstützung. Die Zugangshürden sind viel zu hoch und zu bürokratisch.

Benötigt wird stattdessen sehr kurzfristig ein einfaches und schnelles Hilfsprogramm, welches sich an der Systematik der Unterstützungen im Bereich der Gastronomie orientiert.

Ein „Fixkostenmodell auf Basis des Rohertrages“ wie vom HDE vorgeschlagen sollte zügig politisch umgesetzt werden – einfach, schnell, unbürokratisch!

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