Seit 1972 engagieren wir uns für den Einzelhandelsstandort Offenburg

Die Nöte von Handel und Gastronomie

Offenburger City-Partner thematisieren bei einem Innenstadt-Rundgang mit Bundestagskandidaten, wo sie der Schuh drückt.

(BZ). Bei einem Rundgang durch die Offenburger Innenstadt haben die City Partner Offenburg mit Direktkandidaten für die Bundestagswahl über Anliegen und zukünftige Herausforderungen für den Einzelhandel und die Gastronomie diskutiert. Der Einladung des Vereins waren fünf Kandidaten gefolgt: Anwesend waren Thomas Lothar Zawalski (Grüne), Martin Gassner-Herz (FDP), Simon Bärmann (Linke), Cornelius Lötsch (Die Partei) und Adolf Huber (Freie Wähler).

Bei dem Rundgang durch die Stadt wurden laut einer Pressemitteilung einzelne City-Partner-Mitglieder aus Einzelhandel und Gastronomie besucht und aktuelle, durch die Corona-Pandemie verursachte Faktoren besprochen, etwa der derzeit herrschende Arbeitskräftemangel.

Zudem blickte man in die Zukunft und thematisierte unter anderem die Organisation verkaufsoffener Sonntage: Derzeit sind diese nur in Kombination mit einem geplanten großen Event erlaubt. Kurzfristig umsetzbar sind solche zusätzlichen Verkaufstage aktuell jedoch nur ohne diesen gesetzlich vorgeschrieben Anlassbezug. Der Aufwand für die Organisation, gerade in Zeiten, in denen eine große Unsicherheit besteht, ob je nach Entwicklung der Inzidenzzahlen die geplante Veranstaltung und damit der verkaufsoffene Sonntag überhaupt stattfinden können, ist ansonsten zu hoch, wie die City Partner deutlich machten. „Ausnahme- und Übergangsregelungen werden hierfür dringend und schnell benötigt“, heißt es in ihrer Mitteilung.

„Wir freuen uns sehr über das Interesse und den Austausch mit den Kandidaten“, sagt Vereinsvorsitzender Tobias Isenmann. Aufgrund der nicht ausreichend organisierten Interessensvertretungen von Einzelhandel und Gastronomie in Berlin sei es besonders wichtig, dass auch in Zukunft ein regelmäßiger Austausch zwischen den City Partnern Offenburg und den politischen Entscheidungsträgern gepflegt werde, um aktuelle Belange direkt kommunizieren zu können.

Bundes und Landesmittel zu Unterstützung und Stabilisierung der Innenstädte sollten nicht mit der Gießkanne verteilt werden. Der lokalen Expertise der Stadtverwaltungen, Politiker und der Unternehmen vor Ort müsse zukünftig viel mehr Einfluss und Mitsprache ermöglicht und Einfluss auf die Mittelverwendung eingeräumt werden.

Quelle: Badische Zeitung

Weitere Beiträge